i-Tüpferl Seite 9 – Erich Irlstorfer (CSU) zu Besuch bei OHS

Schlüsseltechnologie Wasserstoff aus Pfaffenhofen

– Klimawandel und Energiewende haben Wasserstoff ins Zentrum der Diskussion über die künftige Energiepolitik gerückt. Wasserstofftechnologien sind dabei vielfältig einsetzbar, egal ob im Industrie-, Verkehrs- oder Energiesektor. Am besten wird das durch das Start-up-Unternehmen „Ostermeier H2ydrogen Solutions GmbH“ in Schweitenkirchen (Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm) verkörpert, welches ich Anfang Juli besuchen durfte.

Die Firma wurde von den beiden Brüdern Markus und Peter Ostermeier gegründet, welche einen modularen Elektrolysebaukasten entwickelt haben, um lokal Wasserstoff aus erneuerbarem Strom und Wasser zu gewinnen. Jener Wasserstoff kann dann in der Industrie beispielsweise als Ausgangsprodukt zur Herstellung anderer Stoffe (Ammoniak, Salzsäure, etc.) oder im Verkehrsbereich als Basis für die Herstellung sogenannter synthetischer Kraftstoffe genutzt werden.

Ganz besonders clever ist das System der beiden Maschinenbauingenieure, da es auch als Energiespeicher für erneuerbaren Strom genutzt werden kann. Damit wird eine große Herausforderung im Zusammenhang mit der Stromerzeugung aus Wind und Sonne angesprochen, nämlich die Unberechenbarkeit und Ungleichmäßigkeit des Wetters. Mithilfe des innovativen Ansatzes wird die gewonnene und nicht abgerufene Energie aus nachhaltigen Quellen zur Herstellung von Wasserstoff genutzt. Dieser erzeugte Wasserstoff wird dann in Druckflaschen gespeichert und bei Bedarf über eine Brennstoffzelle in Strom zurückgewandelt. Somit geht die Energie aus dem Sommer nicht verloren, sondern wird langfristig gespeichert, um auch noch im Winter verwendet zu werden.

Unbestritten ist, dass die Wasserstofftechnologie eine Schlüsseltechnologie der Zukunft ist. Deutschland ist bereits jetzt Weltmarkführer was die Forschung und den Anlagenbau in diesem Bereich angeht. Das beweist auch die Firma „Ostermeier H2ydrogen Solutions GmbH“ in unserer Region. Jene Potenziale müssen wir schnell und effizient nutzen. Dafür braucht es Technologie- und Sektorenoffenheit, zielgerichtete Förderungen, eine nationale Kompetenzbündelung und letztlich die internationale Vernetzung. Als Abgeordneter werde ich mich dafür einsetzen, dass wir als Region Teil dieser Wertschöpfungskette sind.

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